Sat June 26, 2010
21:00

Kalksjazz Stageburg „rooh somethd“ (A)

Stageburg
Oskar Aichinger: piano, vocals
Thomas Berghammer: trumpet, vocals
Hannes Enzlberger: bass, vocals
Christian Gonsior: saxophone, vocals
Clemens Hofer: trombone, vocals
Martin Zrost: saxophones, clarinets, vocals
Kalksjazz
Heinz Ditsch: accordion, singin foxtail, vocals
Paul Skrepek: drums, vocals
W.V.Wizlsperger: vocals, euphonium, comb

Sorry this part has no English translation

Die Leute scheitern gewöhnlich kurz vor dem Erfolg. Widme also dem Ende so viel Sorge wie dem Anfang, dann gibt es kein Scheitern. (Laotse, Tao Te King)
Aus. Vorbei. Schluss. Ende. Unvergessen!
Vielleicht endgültig zum wahrscheinlich letzten Mal wird das Klangkombinat Kalksjazz Stageburg in den Räumen der geschützten (vor Donauinselfest & Wödmasdaschofd) Stagebandwerkstätte Porgy & Bess fast Alles (ausser das Letzte) geben. Höchste Zeit und Eisenbahn also für verbindliche Danksagungen!
Wir danken herzlichst:
Allerallererstens natürlich dem p.t. Publikum, das manche Abende sogar mehrfach besucht hat und meistens bis zum Schluss geblieben ist! Weiters: Dem Herrn Direktor Huber für seine launigen Ansagen und dafür, dass er uns für wenig Geld so viel Vertrauen geschenkt hat; dem Herrn Toningenieur Ulrich Göbel für seine grenzenlose Geduld und seine unüberhöhrbare Kompetenz; den wechselnden BeleuchterInnen und Bühnenhänden, die namentlich zu nennen aus arbeitsrechtlichen Gründen leider nicht möglich ist; den Damen und Herren hinter der Porgybudel, die, und das nicht nur einmal, ausnahmsweise sogar an Betrunkene und Angeheiterte alkoholische Getränke abgegeben haben! Weiters: Herrn Max Moser, der uns ganz oft genau so photographiert hat wie mir wirklich sind; allen Bandmitgliedern, die (wir wissen, wer gemeint ist) in nächtelanger, einsamer, unbezahlt- und bislang auch unbedankter Arbeit so viele schöne Arrangements geschrieben haben; allen Bandmitgliedern, die (w.w.w.g.i.) keine schönen Arrangements geschrieben haben und nächtelang was anderes gemacht haben, dafür aber umso schöner gespielt haben; und, lahsd battnd liest, unseren Eltern (w.w.w.g.i.), ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre.
Und jetzt (resp. dann)? „Soll das alles dann verschwinden, versinken in der Großhirnrinden?“
Komm sieh, komm sah! wie der Lateiner/die Lateinerin sagt ... jetzt gibts dann irgendwann einen Tonträger mit einer Auswahl der schönsten (d.h. halbwegs fehlerfrei gespielten) Lieder und Instrumentalstücke.
„... ach, alles wurd´ auf Band gebannt? Na, da sind wir schon gespannt!“
Ja, wir auch! ... und weil jeder Abschied ja irgendwie sozusagen angeblich quasi ein kleiner Tod sein soll, lassen wir den Herrn Nietzsche, wie schon so oft, das mehr oder weniger passende letzte Wort haben: „Durch die sichere Aussicht auf den Tod könnte jedem Leben ein köstlicher, wohlriechender Tropfen von Leichtsinn beigemischt sein – und nun habt ihr wunderlichen Apotheker-Seelen aus ihm einen übelriechenden Gift-Tropfen gemacht, durch den das ganze Leben widerlich wird.“ Treten Sie ein, es zahlt sich aus! (Herzlichst, WVW)
PS: Nur die fehlende Hoffnung auf ein Wiedersehen macht einen leidvollen Abschied.
(Achim Schmidtmann, spruecheportal.de)