Mi 1. Juli 2026
20:30

Marc Ribot's Ceramic Dog (USA)

Marc Ribot: guitar, voice
Shahzad Ismaily: guitar, bass, electronics
Ches Smith: drums

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“Ceramic Dog, a power trio of jazz geniuses who inflect literate rock with formidable chops. The synthesis is frenetic, potent, and at odds with the zeitgeist, even if Ribot’s lyrics decry today’s political oppression: Musically, he rejects both the voguish and the virtuosic in favor of his own whims…His progressive sentiments are welcome, and unfortunately more relevant than ever.” -Pitchfork 2023

“Marc Ribot can morph into any style and still come out sounding only like himself, which is central to the jazz aesthetic…He’s a guitarist and artist who takes music wherever the muse goes, diving into jazz, punk, blues, downtown, inside, outside, all sides, avantgarde, spoken word. He’s the ‘beyond’ in DownBeat’s tagline, ‘Jazz, Blues & Beyond.’ That’s especially true with his longtime trio Ceramic Dog.” – DOWNBEAT

“His Ceramic Dog trio with bassist/multi-instrumentalist Shahzad Ismaily and percussionist/drummer Ches Smith is as much of a sonic vehicle for Ribot’s dry, wry lyrics and sandpaper-y vocals as it is for his reverberating skronk and fuzztoned twang-bar noodlings.” – JAZZTIMES

„Connection“ ist das fünfte Album von Ceramic Dog (bzw. das sechste, wenn man die ausschließlich digital auf Bandcamp erhältliche EP „What I Did On My Long Vacation“ mitzählt, oder das siebte, wenn man die Zusammenarbeit mit Deerhoof einbezieht). Es ist auch ihr bestes … ein Werk, das die Spannung zwischen Ceramic Dogs (nicht ganz so post-)punkigen, neuen Musik- und Free-Jazz-Ausgangspunkten und den Pop-Ambitionen, die sie immer (nie allzu weit) unter der Oberfläche vergraben haben, nicht auflöst … sondern sie vielmehr bis zum Zerreißen antreibt … Hört euch die postapokalyptische Landschaft von „Subsidiary“, das hymnische Manifest „We Are Soldiers in the Army of Love“ oder das rasende Geschimpfe von „Heart Attack“ an: alles perfekt zum Slam-Dancing auf einem Minenfeld (unser aktueller Pop-Moment?). Fans von minimalistischem polytonalem Disco werden das unbeschreibliche „No Name“ sicherlich zu schätzen wissen. Und wenn wechselnde Taktarten dein Ding sind: Der Song „Connection“ hat genau das, was du brauchst. „That’s Entertainment“ verschlingt/dekonstruiert die psychotischen Klischees des Hollywood-Standards, während es der Gang of Four (siehe „Entertainment“) und der „Gang of Four“ (Madame Mao Tse Tung et al.). Doch es ist der Song „Ecstasy“ – dessen vom Boogaloo geprägter Groove an Ribots früheres Werk mit den Cubanos Postizos erinnert –, der die Ethik der Band am deutlichsten zum Ausdruck bringt: „Ich will nicht, dass du mir irgendetwas gibst … es sei denn, du gibst mir … Ekstase.“ Nach 18 Jahren gemeinsamen Lebens auf Tour/in dieser Welt … scheint das die einzige Währung zu sein, die Ceramic Dog noch akzeptiert. Und auf „Connection“ spielen sie damit/darum, als gäbe es kein Morgen.