Klima Kalima (FIN/D)
Kalle Kalima: guitar
Oliver Potratz: bass
Oliver Steidle: drums
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Der finnische Gitarrist Kalle Kalima traf in Berlin den Kontrabassisten Oliver Potratz und den Schlagzeuger Oliver Steidle. Dieses drei wurden Gefährten auf einer musikalische Reise, die bisher 25 Jahre andauert. Sie haben ihren eigenen Sound definiert, und fordern solide die Grenzen der musikalischen Möglichkeiten der Trio-Formation heraus.
Die musikalische Kombination von Einflüssen aus Finnland und Berlin ergibt eine ursprüngliche, wilde, kreative Jazz-Musik. Klima Kalima verwendet Elemente aus Rock, Blues und Folk, um ihrem modernen Jazz- Sound mit manchem Augenzwinkern einen skurrilen Akzent zu geben. Das Album "Finn Noir" kam im 2013 heraus bei dem Label Enja Records und das Live Album „Live on Planet Berlin" im Jahr 2022. Diese und Ihre früheren Alben "Loru", "Chasing Yellow" und "Helsinki on my mind" ernteten international sehr gute Kritiken. Sie gewannen den "Neuen Deutschen Jazzpreis" im Jahr 2008 und geben europaweit Konzerte.
Das neue Album „Voyager Blues“ erscheint im Herbst 2025. In diesem Projekt geht es um die Zwillingssonden Voyager 1 und 2, die sich in der Grenzzone des Sonnensystems befinden. Nach und nach werden die Instrumente an Bord abgeschaltet. So verbleibt für die übrigen Geräte hoffentlich genügend Energie für einen Betrieb bis etwa um das jahr 2030. Um diese sterbende Sonden geht es in diesem musikalischen Projekt „Voyagers Blues“ in dem die Band Klima Kalima den Soundtrack zu den imaginären Film über die sterbenden und immer einsamer werdenden Sonden spielt. Es passt auch zu dem Lebensstil von den 3 Musikern, die auch verdammt sind, lebenslang unterwegs zu sein. Das Trio hat in über 25 Jahren harter Arbeit durch unendliche Zyklen von komponieren, proben, live spielen und aufnehmen ihre Sprache entwickelt. In diesem Projekt kehrt die Gruppe zu ihren musikalischen Ursprüngen zurück. Diese freiere musikalische Sprache ist beim „Voyager Blues“ notwendig, um die endlose Einsamkeit der Sonden zu spiegeln und lässt noch mehr Platz für Ideen und Dialoge für die Drei Musiker. Musikalisch steht dieses Mal eine erzählerische melodische Sprache in Mittelpunkt. Grundkonzept dafür ist der Blues, die Einfachheit und Klarheit vom einsamen Sterben. Dazu Melodien und polyrhythmische Layers, aber rockig ausgedrückt und in ständigen Dialogen zwischen den Spielern. (Pressetext)
Da war noch nichts, die Pandemie höchstens eine schräge Ahnung und das Aufsturz in Berlin bereit für eine Hörrauschreise. Im Januar 2020 gaben sich dort Kalle Kalima, Oliver Potratz und Oliver Steidle die Ehre und holten aus der Idee des Gitarrentrios heraus, was die freegeschulte und rockgeprägte Kombination hergab. Monkisch im fröhlich verstockten Geist, aber nicht im Repertoire, entwickelten die drei ein prall gefülltes Programm der Verzerrungen, Zuspitzungen und Übertreibungen, angeführt von Kalimas rauer, Effekte wild und offensiv einsetzender Gitarre, einerseits tief im Blues, Country Rock und Fusion verwurzelt, auf der anderen Seite ständig die Aura relativierend, kommentierend, zersägend. Potratz und Steidle hielten pulsend und energetisch nachdrücklich dagegen. Es entstand eine Live-Wucht, die man sich vor Ort eigentlich nur schweißdampfend, trancehaft abhebend vorstellen kann. Damals, als man sich einfach so in Musik fallen ließ. (Ralf Dombrowski, Jazz thing 143)
https://kallekalima.com/
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https://oliversteidle.com/