Mo 8. Juni 2026
20:30

CC JOP – Christoph Cech Jazz Orchestra Project (A)

Yvonne Moriel, Robert Schröck, Victoria Pfeil, Manfred Balasch: reeds
Holger Bleck: bass clarinet
Dominik Fuss, Walter Fend: trumpets, flugelhorns
Daniel Holzleitner: trombone
Paul Amann: bass trombone
Valentina Cinquini: concert harp
Andi Erd: guitar
Tibor Kövesdi: bass
Andi Senn: drums
Tomas Novak, Simon Frick: violins
Thessa Habeler: vocals
Christoph Cech: piano, synthesizer, leader
Norbert Benesch: sound

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club!

Christoph Cech und sein Orchester spielen sich in ihren Nummern durch farbenreiche musikalische Landschaften, die in stilistischen Fragen jeder Verengung enthoben sind. Es fehlen ebenso wenig die packenden dramatischen Momente, die sich wie Wellen auftürmen, wie die von gediegen bis artistisch reichenden solistischen Einlagen, die sich in perfekter und ungemein stimmungsvoller Weise an die sich langsam aufbauenden Spannungsbögen anschmiegen.

Was das Geschehen bestimmt, ist ein ungemein lebendiges Hin und Her, eines, das von unter die Haut gehenden, ruhigen und gefühlvollen stillen Passagen über wunderbar intensive Ausbrüche und rockige Einlagen bis hin zu schrägen Experimenten, funkigen Tunes und fetten Bläsersätzen reicht. Beeindruckend ist vor allem, mit welcher Leichtigkeit sich das Orchester durch die anspruchsvollen Stücke spielt, wie es Christoph Cechs Geschichten richtiggehend fließen lässt und der immensen musikalischen Vielfalt eine zugängliche und vor allem sehr stimmige Form verleiht.

Christoph Cech und sein Jazzorchester liefern ein musikalisches Schauspiel der Extraklasse ab, eines, das einen nicht unberührt lässt und wirklich in schönster Manier packt. Der Sound, die Stücke und Melodien, die zu Gehör gebracht werden, laden ein, tiefer einzutauchen und sich mittreiben zu lassen – durch eine musikalische Welt, die einen einfach nur in Staunen versetzt. (Michael Ternai)

„Ich weiss das klingt alles sehr kompliziert.....“

Ist die Standard Version des berühmten Fred Sinowatz Zitates und Anlassgeber für dieses Konzertprogramm. Haben wir einfache (Musik)antworten auf komplizierte Zeiten ? Oder ist das, was ich gerne als Wellness Jazz bezeichne, der passende Soundtrack zum Kopf-in-den-Sand-stecken ? Es scheint so. Mein Entsetzen war groß, als ich, als Diplomkonzertgutachter in einem Nachbarland engagiert, bemerken musste, dass selbst simple Dominantseptakkorde von manchem Nachwuchs als zu spannungsreich empfunden werden. Das Ende der Tensions ? Das Ende des Blues ? Nur über meine Leiche. Ich steh auf komplexe Überlagerungen und trete gerne immer wieder den Beweis an, dass - auch aufgrund der Leistungen meiner wunderbaren Mitstreiter:innen – daraus ein Ganzes entsteht. Generell ist mir vielschichtige Vielfalt lieber als die einschichtige Einfalt und auch Voraussetzung für einen reflektierten Umgang mit dem komplizierten Äußeren unserer Zeit, sprich: demokratisch !
In diesem Sinne: Viel Spass und lassen Sie sich lustvoll (!) von unseren Neukreationen „nackt durch eine Autowaschanlage treiben“ (schrieb mal der Falter Birdwatcher über meine Musik) – Christoph Cech, Jänner 2026