XX | radio.string.quartet 'Echoes & Visions 2007–2027' feat. Thomas Gansch (A)
Thomas Gansch: trumpet, vocals
Bernie Mallinger: violin, octav violin, vocals
Sophie Abraham: cello, vocals
Cynthia Liao: viola, vocals
Igmar Jenner: violin
Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club!
Seit zwei Jahrzehnten erkundet das radio.string.quartet immer neue Klangräume – auf der Suche nach einer musikalischen Handschrift, die sich fortwährend wandelt und dabei unverkennbar bleibt. Was in Wien als klassisch ausgebildetes Streichquartett begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Formation, die den Begriff des Streichquartetts immer wieder neu definiert hat: zu einer Band mit unverwechselbarem Klang, die sich mühelos zwischen Klassik, Jazz, Weltmusik, Improvisation sowie zeitgenössischer und elektronischer Musik bewegt. Bernie Mallinger „Unser Antrieb war immer die Sehnsucht, die eigene Stimme im Jetzt zu finden, weiter zu suchen, auch zu scheitern und wieder von vorne anzufangen.”
Nach einigen Jahren der Entwicklungsphase war das erste Quartettprojekt der Musik des Gitarristen John McLaughlin und seinem legendären Mahavishnu Orchestra gewidmet. Ein vielbeachteter Auftritt beim Jazzfest Berlin führte zu einem Plattenvertrag beim renommierten Label ACT Music und markierte den internationalen Durchbruch des Ensembles.
Wie die Arbeitsweise eines Ensembles aussieht, dass sein Repertoire nicht aus der klassischen Literatur, sondern aus der eigenen Fantasie bezieht, erklärt Cynthia Liao:
„Die Gemeinsamkeit mit einem klassischen Ensemble ist die Bemühung um die Reinheit der Musik und die Schönheit der Klangästhetik. Aber während die Kollegen die Partitur eines großen Meisters nach Details durchforsten, tasten wir uns mit offenen Ohren, Köpfen und Herzen an unsere Musik heran, bis sie in unseren Augen bestmöglich zur Geltung kommt.“
Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des eigenen Repertoires wurde das radio.string.quartet in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem gefragtem Partner zahlreicher internationaler KünstlerInnen. Zu den musikalischen Weggefährten zählen unter anderem Bugge Wesseltoft, Dhafer Youssef, Michael Mantler, Rigmor Gustafsson, Thomas Gansch, Henrik Schwarz, Ulf Wakenius, Roland Neuwirth, Simone Kopmeier, Klaus Paier und Thomas Declaude. Darüber hinaus realisierte das Ensemble großformatige Projekte wie „Alpen & Glühen“ und arbeitete mit renommierten Klangkörpern, unter anderen mit dem Stuttgarter Kammerorchester und den Münchner Symphonikern zusammen.
Ob Arrangements oder Originalkompositionen – es ist sein unverkennbarer Klang, der „Trademark-Sound“, der das Quartett von allen artverwandten Ensembles unterscheidet. Igmar Jenner: „Schmeichelnd, fordernd, suchend, wild, zerbrechlich, enthusiastisch, dramatisch, süß, kraftvoll, cineastisch. Die Illusion von Nähe, die man als Zuhörer zu jedem einzelnen Instrument spürt, lässt eine Unmittelbarkeit entstehen, in der sich alle genannten Affekte wie durch ein Brennglas verstärken.“
Eine „einzigartige klangliche Erscheinung“ nennt es der„Guardian“, „Kein Quartett der Welt klingt wie das radio.string.quartet“ schreibt „Die Süddeutsche“.
Seit 2020 arbeitet das Ensemble an einem groß angelegten Zyklus zur musikalischen Deutung der vier Elemente. Mit ihren Interpretationen von Erde, Feuer, Wasser und Luft erschafft das r.s.q. einen akustischen Kosmos, der Natur, Emotion und Klangforschung miteinander verbindet und zugleich einen weiteren konsequenten Schritt in der künstlerischen Entwicklung darstellt.
Und wie schaffen es 4 Charaktere, über so viele Jahre bei ihrer Arbeit am Ende eines Tages immer einen gemeinsamen Nenner zu finden? Sophie Abraham: „Wir begegnen uns mit Respekt und auf Augenhöhe. Und wir bemühen uns, zuzuhören. Der Augenblick, in dem man weiß, dass man etwas gefunden hat, wonach man gemeinsam gesucht hat, hat immer etwas Magisches."
Zum 20-jährigen Bestehen blickt das radio.string.quartet auf einen außergewöhnlichen Weg zurück – und gleichzeitig nach vorne. Die Zukunft des Ensembles wird – sowie die letzten zwei Jahrzehnte – geprägt sein von Neugier, Offenheit und dem Wunsch, musikalische Tradition nicht zu bewahren, sondern lebendig weiterzudenken.
Das Programm „Echoes & Visions 2007-2027“ präsentiert dabei einen Querschnitt durch 20 Jahre musikalischen Schaffens: von den Anfängen mit „Celebrating the Mahavishnu Orchestra“ über die Musik Joe Zawinuls bis zur Elemente-Quadrologie und weiter zu noch unveröffentlichtem Material.
radio.string.quartet: für die drei Abende im „Porgy & Bess“ haben wir uns einen Mix aus unseren 20 Jahren überlegt , der so nur einmal zu hören sein wird. Jeder Abend beginnt mit einem Set Streichquartett only, danach wird je ein Wegbegleiter gemeinsam mit uns den Abend komplettieren:
Thomas Gansch, mit dem wir seit fast 2 Jahrzehnten künstlerisch eng verbunden ist.
Roland Neuwirth, einzigartiger Doyen des Wienerlieds, dessen Kompositionen wir zu Anfang unserer Elemente-Quadrologie auf dem Album „Erd'’“ in neues Gewand gehüllt haben.
Und schließlich Rigmor Gustafsson, die schwedische Vokalistin, mit der wir um 2010 an die 100 Konzerte in ganz Europa gespielt haben.
Wir Glücklichen.
Wie heißt es (fast) bei „Es war einmal der Mensch“:
Ein Augenblick, ein Stundenschlag – 20 Jahre – sind 3 Tag!
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