OM feat. Gerry Hemingway & Tony Buck (CH/USA/AUS)
Urs Leimgruber: tenor, soprano saxophone
Christy Doran: guitar, devices
Bobby Burri: bass, devices
Gerry Hemingway, Tony Buck: drums
Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club!
Die Band OM schrieb von 1972 bis 1982 als Pionier einer europäischen Electric-Free-Music Jazzgeschichte. Mit enormer Vitalität vereinte das Quartett die Erfahrungen einer jungen Generation, die von Jimi Hendrix elektrisiert, von John Coltrane fasziniert und vom Free Jazz inspiriert war. OM brachte die Rockmusik in spontane musikalische Prozesse mit ungewissem Ausgang ein.
»ElectroAcoustiCore« nannten die vier ihre Musik. Als im Jahr des 50. Bestehens Fredy Studer verstarb, holte man zwei Schlagzeuger dazu, um die Fußstapfen des Titanen würdig zu füllen und in das zweite halbe Jahrhundert der Bandgeschichte einzutreten. (Pressetext)
Gegründet 1972 ging das Quartett OM schon 1982 wieder auseinander - um sich 2006 erneut zu vereinen. Die Electricjazz-Freemusic Band besteht bis heute, auch wenn sich die Besetzung vor einigen Jahren aufgrund des tragischen Ausscheidens Fredy Studers leicht geändert hat. Das hat ihrer Energie und ihrer Kompaktheit jedoch nicht geschadet. Noch immer donnern und toben OM durch die Konzertsäle und die Studios und hinterlassen eine breite Spur, die sich ebenso bei Jimi Hendrix wie auch bei John Coltrane verorten lässt.
Wer nun denkt, dies sei Musik für Nostalgiker, der irrt ganz gewaltig. Denn OM führen nur fort, man könnte auch sagen übersetzen den Gedanken musikalischer Intensität neu, was diese beiden in der Vergangenheit angerissen haben.
Eingespielt im Kulturzentrum Südpol in Luzern verkettet die Band Rock und Jazz, Avantgarde und Neue Musik. Sie lassen Ideen explodieren, provozieren mit pulsierenden Grooves, kalkulieren ein musikalisches Chaos, strukturieren die Wildheit und reagieren kurzfristig und spontan. Ihre Spielhaltung: Pure Neugier, reiner Spaß. So ist OM eine Musikerclique, die sich das Abenteuer des Musizierens auf die Fahne geschrieben hat. Die Band, benannt übrigens nach einer Aufnahme von John Coltrane, findet immer wieder Kontraste und lebt diese lustvoll aus. OM ist sich selbst treu geblieben und es gilt heute noch, was ihr Saxophonist Urs Leimgruber einmal sagte, dass Originalität, Eigenständigkeit und Hartnäckigkeit die typische Eigenschaften ihrer Musik seien. Daran hat sich nichts geändert. (Jörg Konrad)