Barry Guy's Blue Shroud Band (GB/GR/ESP/IR/CH/F/N/D/S)
Barry Guy: bass, director
Savina Yannatou: voice
Jordina Milla: piano
Ben Dwyer: guitar
Percy Pursglove: trumpet
Maya Homburger: violin
Fanny Paccoud: viola
Marc Unternährer: tuba
Torben Snekkestad: soprano, tenor saxophone
Michael Niesemann: alto saxophone, oboe, oboe d’amore
Per Texas Johansson: tenor saxophone, clarinet
Julius Gabriel: bariton, soprano saxophone
Lucas Niggli: percussion
Ramon Lopez: percussion
Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club!
....Als rein politisches Statement will Barry Guy «The Blue Shroud» nicht verstanden wissen, so intensiv er sich auch mit der Zeitgeschichte beschäftigt hat. Und er wollte auch kein Melodrama schaffen. «Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, ein Stück mit musikalischem Eigengewicht zu schreiben, ein Bekenntnis zum Mitgefühl, zur Schönheit und zur Hoffnung», sagt er. «Es ist ja nicht vollkommen ausgeschlossen, dass die Menschheit eines Tages doch noch etwas aus ihrer Geschichte lernt.» «The Blue Shroud» stellt hohe Ansprüche an seine Zuhörer. Aber es belohnt sie auch. Es ist ein Werk von atemberaubender Intensität. Es verbindet die kreative Energie, die Barry Guys Idol Charles Mingus hatte, mit intellektueller Neugier und architektonischer Übersicht. Es ist ein Meisterwerk. (Manfred Papst)
Nach seinen großartigen Kompositionen für das London Jazz Composers Orchestra und das Barry Guy New Orchestra hat Barry Guy ein groß angelegtes Werk für ein neues internationales Ensemble geschrieben.
Guys Werk „The Blue Shroud“ ist eine Hommage an das Gemälde „Guernica“ von Pablo Picasso. Es ist den Menschen der baskischen Stadt gewidmet, die während des Spanischen Bürgerkriegs Opfer der Bombardierungen durch die deutsche Luftwaffe wurden.
Guy möchte uns auch an das Ereignis im Jahr 2003 erinnern, als der Guernica-Wandteppich im UN-Sicherheitsrat von einem blauen Tuch verdeckt wurde, während Colin Powell für die Invasion des Irak argumentierte. Die Kraft der Kunst gegen die Macht des Militärs, der Regierung und der Medien. (Pressetext)
Der britische Komponist und Kontrabassist Barry Guy legt mit seiner 14-köpfigen Blue Shroud Band ein neues Opus magnum vor: eine 73-minütige Suite in sieben Sätzen, die die lebenslange Beschäftigung des Künstlers mit Samuel Beckett reflektiert. In Umfang und Anspruch ist sie verwandt mit «The Blue Shroud» (2016), Guys Auseinandersetzung mit Picassos «Guernica», die dem Ensemble den Namen gegeben hat.
Wiederum zeigt sich die enorme Komplexität und Bandbreite von Barry Guys Schaffen: Seine neue Komposition verbindet Jazz, barocke und klassische Musik mit Verfahren der Avantgarde und freier Improvisation. Das Ganze ist jedoch kein eklektischer Zitat- und Anspielungssalat, sondern ein Werk aus einem Guss, in dem Freiheit und Form in einem fruchtbaren Spannungsverhältnis stehen. Barry Guy dirigiert das in einem Halbkreis angeordnete Orchester vom Bass aus. Er ist das Zentrum des Kraftfelds, exekutiert jedoch nicht nur, was in seiner Partitur steht, sondern lässt auch spontane Interaktion zu. Den Nukleus des Werks bildet Becketts spätes Gedicht «What Is The Word», eine Reflexion über das Vergehen und Stillstehen der Zeit. (Pressetext)
Mit freundlicher Unterstützung von PRO HELVETIA
https://www.theblueshroud.com/music
https://www.theblueshroud.com/
https://barryguy.bandcamp.com/album/the-blue-shroud
https://mayarecordings.com/blue_shroud_band_2