Sa 29. April 2023
20:30
Blues Circus 2023

'Sir' Oliver Mally Group w/ Martin Gasselsberger & Hubert Hofherr (A/D) / Ian Siegal (GB)

'Sir' Oliver Mally: guitar, vocals
Alex Meik: bass, vocals
Peter Lenz: drums
Raphael Wressnig: hammond B-3
Hubert Hofherr: harp
&
Ian Siegal: guitar, vocals

Dieser Abend stellt eine Zusammenkunft von Musikern dar, die seit Jahrzehnten den Geist des Blues nicht nur pflegen, sondern auch in’s „Hier&Jetzt“ katapultieren. Ein Highlight nicht nur für „Bluesliebhaber“ sondern für Liebhaber von handgemachter und herzgeformter Musik.

Oliver Mally: Ein kleiner verschlafener Ort in einer amerikanischen Provinzeinöde. Die lokale Bar spuckt Rauch aus allen porösen Fassadenlöchern – die Hitze schlägt dir ins Gesicht, man rettet sich in die Bar an der Ecke und fällt in einen nächtlichen Sog – die Gestalten wirken apathisch, Zeiten entfernt. Auf der Bühne sitzt „Sir“ Oliver Mally und spielt den Blues, den keiner ahnt, doch jeder sucht. „Sir“ Oliver Mally gehört ohne Frage zu den Vertretern des „besten Blues Europas“ (Concerto).

“Sir” Oliver Mally war stets einer derer, denen “Tun” vor Resignation, Selbstzufriedenheit und Lethargie ging. Und so wird auch auf “Tryin’ To Get By” mit vollem Einsatz angepackt. Unermüdlich sucht die Band nach Neuem, nimmt sich kaum Zeit, um Luft zu holen. Dafür stellte der “Sir” seine neue Gruppe zusammen, Alex Meik am Bass und Peter Lenz an den Drums. „Bei dieser Band möchte ich wohnen bleiben. Mit den Jungs kann ich im Gegensatz zu all meinen anderen Bands sowohl jammen als auch tüfteln”, schwärmt Mally.

Seine raue, konventionsfreie Musik entspricht reinem Extrakt der Bluesessenz. Die Inhalation dessen knallt wie Absinth auf Lebenszeit. (Pressetext)

Was die 'Sir' Oliver Mally Group und die Gäste an vielfältigem Blues auf die Beine gestellt haben, ist mitreißend, erfrischend und bärenstark. Kaum zu glauben, aber man gerät auch in den Tanz-Modus. Bei einer solchen Vielschichtigkeit geht die Stimmung der Leute vor den Lautsprechern steil. Beeindruckend, wie entspannt und mit welcher Selbstverständlichkeit hier der Blues präsentiert wird. Die elf Songs, inklusive der handverlesenen Interpretationen von Coversongs, machen die vorliegende Platte zu einer Zwölftakter-Perle, einer Kostbarkeit. (Rocktimes)

Martin Gasselsberger arbeitet als Instrumentalpädagoge und freiberuflich als Pianist und Komponist weit über die Landesgrenzen hinaus. In seiner Laufbahn hat er über 60 CDs eingespielt mit seiner Musik erfolgten in Kanada, Japan, Australien sowie in den meisten Ländern Europas. Seine Konzerte brachten ihn u.a. nach China und Nepal - 2008 und 2009 wurde er aufgrund seines künstlerischen Aufstrebens vom Musikmagazin Concerto zu Österreichs Jazzmusiker des Jahres gekürt.

„Martin Gasselsberger muss nicht auf die Klassiker des „Great American Songbook“ zurückgreifen, um sein Publikum vom Reichtum einer schönen Melodie zu überzeugen, er kreiert sie selbst.“

Der gebürtige Niederbayer Hubert Hofherr entdeckte schon sehr früh seine Liebe zum Chicago-Blues. Neben seinem Musikstudium spielte er bereits früh in ersten Bands und veröffentlichte mehrere Tonträger. Nach seiner Auswanderung in die USA tourte er bereits nach kurzer Zeit mit bekannten Bluesmusikern wie z.B. Buster Benton, J.W. Williams, Merle Perkins durch die USA und gründete dort seine eigene Band bis zur Rückkehr nach Deutschland. Auf Konzerttourneen im In- und Ausland ist Hubert Hofherr unterwegs mit seiner 1996 gegründeten Band „Hubert Hofherr & The Bottom Line“, sowie u.a. mit „The Ramblers“, Albert C. Humphrey and the Roots of Blues, der Ron Evans Group, dem Hamburger Bluessänger und Gitarristen Abi Wallenstein sowie dem Electric Blues Duo (Colin Hodgkinson und Frank Diez) und Mano Maniak.

Ian Siegal
Der sympatische, aber sehr unkonventionelle und in Veranstalter-Kreisen legendäre Draufgänger gilt als die größte britische Roots&Blues-Sensation des letzten Jahrzehnts, und überhaupt als einer der ganz großen Roots-Musiker unserer Zeit. Das rennomierte britische Musik-Magazin MOJO meint schlicht:„ one of the most gifted singers and writers in contemporary blues and one of the most inventive Blues recordings ever made by a British artist”
In den USA wurde er als einziger Nichtamerikaner sowohl 2012 als auch 2013 bei den „Blues Music Awards” mit dem „Contemporary Blues Album Of The Year” nominiert, bei den „British Blues Awards” gewann er gleich drei Sparten: „Male Vocalist Of The Year”, „Blues Album Of The Year” und „Song Of The Year”.
Kritiker und Insider behaupten, wäre Ian Siegal in den 60s aktiv gewesen, hätte er heute denselben Status wie Van Morrison oder Joe Cocker.
Es gibt tatsächlich sehr sehr wenige Künstler, die ihr Publikum von der ersten Sekunde an derart in den Bann ziehen können, was ihm Headline-Bookings auf vielen wichtigen Festivals wie zb dem „North Sea Jazz” einbrachte. In den 1990ern zog er zuerst als Straßenmusikant durch Europa, schaffte es auf Grund seiner Magie bald in diverse Clubs und stand 2003 plötzlich als Opener für ex-Rolling Stones Bill Wymans Rhythm Kings Europa-Tour auf den Bühnen. Wyman holte ihn dann auch als Sänger in die Band, dem folgte eine ausgedehnte Duo-Tour mit Big Bill Morganfield (der Sohn von Muddy Waters), danach kam er 2004 als Sänger der Lee Sankey Band bereits zum ersten Mal auch nach Österreich, 2005 war er mit seinem Album „Meat & Potatoes” bereits Nr.1 in den holländischen Soul/Blues/Jazz-Charts. Pinetop Perkins liebte mit Ian zu spielen, und Alvin „Youngblood” Heart schwört ebnso auf ihn und steuerte Gitarrenarbeit und Backing Vocs auf Ian Siegals Album „Candy Store Kid” bei (aufgenommen in Mississippi), das 2012 Nr. 1 in den „iTunes UK Blues Charts” war. Abseits des Blues und Rock tourt er aktuell mit dem Projekt „Broadway in Satin” einer enorm hochwertigen Billie Holiday-Revue mit ausgewähltem Orchester durch Südamerika und Ost-Afrika. (Pressetext)