So 13. Februar 2022
20:30

Jacky Terrasson Trio (USA/F)

Jacky Terrasson: piano
Géraud Portal: bass
Lukmil Perez: drums

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club! Es gilt die 2G-Regelung (geimpft oder genesen) und Maskenpflicht bis zum zugewiesenen Sitzplatz, also dasselbe Prozedere wie in der Gastronomie. Aufgrund der aktuellen Sperrstunde-Regelung beginnen die Konzerte bis auf Weiteres um 20 Uhr.

Lustvoll perlende Vitalität, ungehemmte Spielfreude. Das Terrasson Trio in einem Kreativtaumel. Willkommen war hier im Besonderen auch die Wiederbegegnung mit dem lange abwesenden Ausnahmedrummer Leon Parker. Terrasson, dieser phänomenale, umfassend gebildete Pianist, hat die Kunst der Dekonstruktion/Neuordnung bzw. Revitalisierung von Fremdkomposition aus dem Jazz- und Popularmusikkanon zu höchster Reife gebracht. Mit Respekt und verehrendem Verständnis. Das expansiv interagierende Trio zelebrierte eine rauschende Feier des Melos und der Intuition. Durchschritten wurde das gesamte tonale Spektrum mit immer wieder überraschenden Ausweitungen der Funktionsharmonik bzw. metrischen wie rhythmischen Kapriolen. Letzteren huldigte vornehmlich Parker in famoser Weise. Welch klangliche und qualitative Buntheit er auf seinem spartanischen Drum-Set ausgoss, dass grenzte schon an Zauberei. Bravourös und sinnerfüllt nahm der Pianist das Material auseinander, filterte es wohldosiert durch diverse Stilistiken, von Bill Evans über Jarrett bis Taylor, und überführte es in seinen zutiefst eigenständigen Klangkosmos. Da fielen z.B. „Smoke Gets In Your Eyes“, „Smile“, Michael Jacksons „Beat It“, „Caravan“ oder Herbie Hancocks „Chameleon“ mit dem krachenden Bass-Vamp, in einen irisierenden Jungbrunnen. Mit dezidierter Gegenwartsverankerung trat die Essenz der Musik an die Oberfläche. Klangkunst als Kunst der gezielten Aussparungen. Therefore Jazz. (Hannes Schweiger über das Konzert vom 30. April 2016 )