Sa 19. Februar 2022
20:30

Aufmessers Schneide 'Stereo Friction' (A)

Gregor Aufmesser: bass, composition
Dominik Fuss: trumpet, fluegelhorn
Alois Eberl: trombone, accordion
Lukas Schiemer: alto, soprano saxophone
Leonhard Skorupa: tenor saxophone, clarinets
Lukas Kletzander: piano
Lukas Aichinger: drums

Abumpräsentation

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club! Es gilt die 2G-Regelung (geimpft oder genesen) und Maskenpflicht bis zum zugewiesenen Sitzplatz, also dasselbe Prozedere wie in der Gastronomie. Aufgrund der aktuellen Sperrstunde-Regelung beginnen die Konzerte bis auf Weiteres um 20 Uhr.

Kontrabassist Gregor Aufmesser ist zum ersten mal 2014 im Rahmen der JazzWerkstatt Wien mit der siebenköpfigen Formation Aufmessers Schneide ins Rampenlicht getreten. Das Debütalbum der Band, Orbs, ließ die österreichische Szene vier Jahre später aufhorchen: Auf der Platte setzte sich der Komponist und Bandleader Aufmesser musikalisch mit der Welt der Physik auseinander. Das mag zwar etwas abstrus klingen, passt aber in der Tat gar nicht schlecht zu einem Ensemble voller ausgeprägter Individualisten. Wie Teilchen agieren die Musiker eigenständig aber stets aufeinander bezugnehmend; auch die Kompositionen unterstützen diese Gegensätzlichkeit: Sie spannen den Bogen zwischen klassisch ausgerichtetem Kontrapunkt und ausuferndem Jazz à la Charles Mingus, ein ständiges Wechselspiel zwischen Intellekt und Gefühl. (Pressetext)

Seit Orbs schleicht sich immer mehr ein schrulliger Humor in Aufmessers Werke hinein: Oft geht es ihm um die Skurrilitäten des Lebens, vor allem des Lebens in einer gewissen kleinkarierten Alpenrepublik. Auch die Musik scheint auch immer eklektischer werden zu wollen: Wo andere aufkommenden österreichischen Acts sich scheinbar mehr oder minder vom Jazz verabschieden wollen, Aufmessers Schneide schaut was alles noch in den Begriff hineingepackt werden kann, ohne die Stärken der Band – den Expressionismus, die diversen musikalischen Persönlichkeiten, den beseelten Umgang mit intellektuellem Material – aus den Augen zu verlieren. In Aufmessers Schneide, wie in der Quantenphysik, liegen zeitgleich unzählige Möglichkeiten vor: Man weiß nie was sich als nächstes aus dem Nebel der Probabilitäten herauskristallisieren könnte.