Fr 21. Januar 2022
20:30

Little Rosies Kindergarten (A)

Anna Anderluh, Anna Widauer: vocals
Lisa Hofmaninger: saxophone, bass clarinet
Nick Holler: saxophone, clarinet
Werner Zangerle: saxophone
Johannes Bankl: trumpet
Matteo Haitzmann, Florian Sighartner, Simon Frick: violin
Clemens Sainitzer: cello
Helmut Mühlbacher: guitar
Lukas Leitner: keyboards
Philipp Kienberger: bass
Judith Schwarz: drums
Remo Rauscher: live projection

Wir starten ca. 1/2 h vor Konzertbeginn den Live-Stream (Real-Time, nach Konzertende nicht mehr abrufbar!). Durch Klicken auf "Zum Livestream" öffnet sich ein Fenster, wo Sie kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im realen & virtuellen Club!

„Little Rosies Kindergarten“ hat die großartige Ehre, in der Saison 2020/21 die Stagebandkonzerte im Porgy & Bess zu füllen.
Unter dem Titel „Explorations“ werden wir uns, für Sie, zu jedem Konzert unter anderen Schlagwörtern Gedanken und Musik machen, um so das riesige Territorium an klanglichen Möglichkeiten, dass unser vielköpfiger “Kindergarten” bietet, zu sichten und abzustecken. Am heutigen Abend suchen wir das Große im Kleinen, besetzen den Kindergarten um und ziehen uns zurück, dass wir der Früchte teure Triebe sprießen sehen.

Fast wie vor einem Spiegel stehend,
die Hand bewehrt mit gesammeltem Sand
Ein Öffnen vollzieht sich, langsam bedächtig
Der Wilden Jagd Gezank noch im Blick
Ob das Sammeln des Glases etwas hinterlassen hat?
Der Abdruck kleiner Steine auf der Handfläche
eine feine Maserung vollzieht sich tänzelnd in diesen unseren Händen

Und so nehmen wir unsere Scheite, Äxte, Stiele und Rohre auf und spielen sie. Auf andere Art als sonst, hat doch das Halten des Sands unsere Hände verändert. Das Einreiben mit ihm unsere Ohren, unsere Augen sehen lassen andere Formen und Farben. So geblendet suchen wir einander wieder, finden uns auch. Jedoch nicht jeder gegen jeden, umwandern doch einige noch die uns bepatzte Höhle.

Wir nehmen den Sand, beträufeln damit auch langsam unsere Instrumente. Eine etwas sonderbare Handlung, wie wir selbst finden, geschätztes Publikum. Jedoch besehen wir das Resultat und starren auf mancherlei Konstellationen, die es hier noch nie zu tönen gab. Es scheint, als ob die kleinen Sandkristalle, die Holz, Blech und Stahl umspielen, unsere Musik ebenso bevölkern. Andere Verbindungen schaffen und, Burgen Schlösser bauend, so den Kindergarten umpurzeln.

Umpurzeln lassen und so ein Ei ein Huhn tritt.
Eine Windhose serviert ein passend Stück Bekleidung.
Lampenschirm bannt den Regen, anders beleuchtet.
Und wachsen, streben.
Ein Kindergarten eben
(Clemens Sainitzer)