Mo 17. Mai 2021
20:30

Bodo Hell & Hirsch Fisch (A)

Bodo Hell: Rezitation
Hirsch Fisch
Norbert Trummer: Stimme, Ukulele
Klaus Tschabitzer aka Johnny Schwimmer: Stimme, Banjo, Dobro

Bodo Hell ist wohl wie kein anderer Wort-, Schrift- und Zeichensetzer als aufmerksamer Chronist ein höchst verantwortet agierender Zeitzeuge der (nicht nur heimischen) Kunstszene.

Nicht nur in seinen diversen interdisziplinären Projekten in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Kunstschaffenden spiegelt sich sein Interesse, seine Neugier, sein Staunen als Sehnsucht nach Wissen um das Nebendir, um den Anderen, um das Fremde.

In diesem Sinne sei an dieser Stelle nochmals der Hinweis auf auf eine einzigartige Publikation & Dokumentation des wirkmächtigen Literaten gestattet: die den sinnlich erfahrbaren Tatsachen verpflichtete und im verdienstvollen »Verlag Bibliothek der Provinz / Edition Seidengasse« verlegte: Kunstschrift: Verni-Midi-Finissagen (ISBN: 978-3-99028-186-4)

Zum Beispiel.
Auch über den Zeichner Norbert Trummer ist dort Wesentliches nachzulesen.
Gibt es doch gemeinsame Arbeiten: Matri Mitram: Engelsgespräche/Bildersturm (ISBN: 978-3-99028-428-5)

Zum Beispiel.
"Bücher gab es schon vor der Erfindung des Buchdrucks, auch wenn sie zunächst die Form von Rollen hatten und erst allmählich zu dem wurden, was wir heute kennen.
Das Buch, in welcher Form auch immer, hat der Schrift erlaubt, sich zu personalisieren: Es enthält eine Portion von kollektivem Gedächtnis, die jedoch unter einem persönlichen Gesichtspunkt ausgewählt worden ist."
Umberto Ecco definiert Bodo Hells diverse Kunstschrift(en) scharfsinnig kontrapunktgenau.
Zur Ergötzung des Gemütes, zur Überprüfung Ihres persönlichen Sichtfeldes, zur kollektiven Erbauung…: Herzlich Willkommen (Renald Deppe)

Die zwei Tagediebe Norbert Trummer und Klaus Tschabitzer (auch als "der schwimmer" bekannt) sind Hirsch Fisch.
Benannt hat sich das Duo nach einer Figur aus dem Roman "Hotel Savoy" von Joseph Roth.
Im Kielwasser der wahren Erfinder von Punk "Original Herberstein Trio" entwickeln sie ihre minimalistischen Lieder, die absurde Alltagsgeschichten genauso abhandeln wie die ganz großen Gefühle.
Dabei klingen sie wie die Andrew Sisters nach einem Gläschen Inländer Rum.
Der Rhythmus rumpelt daher wie eine alte Eudora Waschmaschine im Schonwaschgang, die Ukulele und das Banjo swingen dazu und die beiden Herren geben sich gepflegtem Harmoniegesang hin.
Wessen Herz das nicht rührt, dem ist nicht zu helfen. (Pressetext)