Do 5. November 2020
20:30

Bond / Lucien Dubuis / Alfred Vogel 'Hang 'Em High' (P/CH/A)

Bond: 2string slide bass
Lucien Dubuis: tenor saxophone, bass-, contrabass clarinet
Alfred Vogel: drums, percussion

Wir stellen ab ca. 20h auf "Now Live" und dann öffnet sich automatisch ein Fenster, wo Sie via Vimeo kostenlos und ohne irgendeine Registrierung das Konzert miterleben können. Wir ersuchen Sie aber, dieses Projekt über "Pay as you wish" zu unterstützen. Vielen Dank & Willkommen im virtuellen Club!

We switch over to "Now Live" from about 8 pm and then a window opens automatically, where you can watch the concert free of charge and without any registration via Vimeo. If you want, you can support this project with "Pay as you wish". Thank you & welcome to the (virtual) club!

Call it low western rock ambient jazz punk with live electronics – whatever … Hang 'Em High that´s what we call it”

Eine Geisterstadt im wüsten Nirgendwo. In der sengenden Mittagshitze treten sich drei Raubeine gegenüber, die Blicke starr, die Finger am Abzug. High Noon im Dreieck. Als der Soundtrack einsetzt – ein schleppender Beat, eine schwerfällige Basslinie, dazu das Kojotengeheul einer Kontrabassklarinette – kommen die Drei in Bewegung. Langsam erwachen sie aus ihrer starren Spannung. Und tanzen. Es sind abstrakte, zuckende Bewegungen, dabei immer im Fluss; Pina Bausch trifft Breakdance trifft Twist. Der Pole Bond spielt seinen zweiseitigen Bass mit Slide am Greiffinger, dazu gelegentlich Kalimba. Lucien Dubuis aus der Schweiz ist der Mann an Saxophon und Kontrabassklarinette, für den Puls und mehr ist Alfred Vogel verantwortlich, cooler Kopf und umtriebiger Netzwerker der Avantgarde. Man möge diese Musik „low-western-rock blues jazz soul punk … oder sonst wie nennen“, steht in der Bedienungsanleitung zu diesem Album. Für die Band ist der Name Programm: HANG ‚EM HIGH. Dafür muss man den gleichnamigen Clint-Eastwood-Western von 1968 nicht kennen, nur erahnen. Jedenfalls gehen von dieser Musik und den Bildern, die sie lostritt, eine wahnsinnige Energie und trotzdem nervöse Ruhe aus. Widersprüchlich? Nicht hier. Was hier vor allem höher gehängt wird, ist die Messlatte für eine moderne Avantgarde. (Götz Bühler, Jazz thing 100)