Do 7. Mai 2020
20:30

Richard Koch Quartet 'Stadt' feat. Clemens Salesny (A/D/I)

Richard Koch: trumpet
Michael Hornek: piano
Igor Spallati: bass
Moritz Baumgärtner: drums
Special guest: Clemens Salesny: alto saxophone

Mit seinen … songhaften Melodien und spielfreudigen Soli zeigt das Richard Koch Quartett, wie sich gewitzte Kunst und kluge Unterhaltung perfekt vereinen lassen. (Norbert Krampf, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Stadt, Land, Fluss
„The grass is greener on the other side“ scheint der künstlerische Leitspruch von dem österreichischen Ausnahmetrompeter aus Berlin Richard Koch zu sein. Dabei wohnt er streng genommen gar nicht mehr in Berlin, sondern ist im letzten Winter ins Umland in eine Brandenburgische Landkommune 40 km von der Hauptstadt entfernt gezogen. Doch zum Musizieren zieht es ihn nach wie vor in die Stadt. Insofern passt es, dass er das zweite Studio Album seines Quartetts , das am 08.05.2020 bei X Jazz Records erscheint, „Stadt“ genannt hat. Sein Debütalbum in der Funktion als Bandleader aus dem Jahre 2018 nannte er „Wald“, komponiert wurde es aber auf der niederländischen In sel V l ieland und Koch reiste mit dem Album im Gepäck schließlich bis nach Athen.

Man weiss manchmal nicht genau, ob uns Richard Koch mit diesen Album Titeln, die offenbar immer davon handeln, wo er sich gerade nicht befindet, auf den Arm nehmen will oder am Ende nicht doch vielleicht ein großer Masterplan dahinter steckt. Eine Trilogie vielleicht?! Ein Zehnteiler?! Und was wird als nächstes folgen?! „Meer“, „Dorf“ oder „Berg“ ?! Spricht man ihn darauf an, bekommt man erstmal sein typisches, charmantes Läche ln als Antwort geschenkt, bei dem er seine Augen immer leicht zusammenkneift. Verschmitzt und ganz herzlich zugleich.

„Seitdem ich auf dem Lande wohne, weiss ich das Leben in der Stadt erst wieder richtig zu schätzen“, gibt der 41 jährige schließlich doch zu verstehen. Sein neues Album fängt jedoch nicht etwa mit einer Hommage an die Jazzstadt Berlin an, sondern Koch widmet das Eröffnungsstück seiner Großmutter Pauli, die einen Tag vor der Livepremiere des Songs beerdigt wurde.

In „Pauli“ wiederholt Koch die immer gleiche, fortlaufende Melodie und erinnert sich an die Vehemenz und Beharrlichkeit seiner österreichischen Großmutter. Kreisende Gedanken als wiederkehrendes Motiv in der Musik.

„In the Sky“ lautete dann die erste Single des Albums und hebt den Himmel über den Städten hervor. Die Sehnsucht der Bewohner in den Carrés nach Weite und Ferne. Räume, die Stadtbewohner vor allem im Hallraum der Musik finden. Oder im Kino auf der großen Leinwand. Richard Koch entdeckt diese Weite in Berlin vor allem auf dem Tempelhofer Feld.

Es ist wirklich ein großes Vergnügen, Richard Koch mit seiner Trompete in der einen, und einem Kompass in der anderen Hand bei seinen Ortsbetrachtungen und kontemplativen Überlegungen zu folgen. „Die Sonne ist doch immer da, egal ob da nun Wolken davor hängen oder nicht“, sagt er etwa über seinen Song „Sun and Clouds“. Eine einfache Wahrheit, die man im Alltag immer mal wieder vergisst, auch um sich mit seinen Artgenossen gemeinsam über das Wetter zu empören zu können. Diese Musik hilft uns dabei, uns an das Wesentliche zu erinnern.

Mit „The Mirror Pt. I+II“ endet die A Seite der Vinyl Ausgabe. Damit meint der Musiker weder einen Spiegel in der Stadt noch in einem Bauernhaus, sondern die Improvisation im Jazz als Spiegelbild der Seele. Spiegel in der Stadt noch in einem Bauernhaus, sondern die Improvisation im Jazz als Spiegelbild der Seele. Immer geht es um die Befindlichkeit aller im Raum musikalisch miteinander agierenden Protagonisten.

„Ich finde es erstaunlich, was man über sich selbst in diesen Stücken erfahren kann“, sagt Koch über die Aufnahmen von freier Musik.Aufnahmen von freier Musik. Gemeinsam mit den Pianisten Michael Hornek, den wechselnden Bassistten Michael Hornek, den wechselnden Bassisten Andreas Lang und Igor Spallaen Andreas Lang und Igor Spallatiti sowie Moritz Baumgärtner am Schlagzeug, hat Koch ein exzellentes Quartett gebildet. Egal ob wie in „The sowie Moritz Baumgärtner am Schlagzeug, hat Koch ein exzellentes Quartett gebildet. Egal ob wie in „The Mirror“ zum kollektiven Stehgreifspiel geladen wird oder ob man zusammen in „The WilhelmWilhelm Scream“ den Scream“ den britischen Popstepbritischen Popstep-Musiker James Blake covert. Dieser Song wurde übrigens ursprünglich von James Blakes Musiker James Blake covert. Dieser Song wurde übrigens ursprünglich von James Blakes Vater James Litherland geschrieben, der als Gründungsmitglied der Progrock Vater James Litherland geschrieben, der als Gründungsmitglied der Progrock-Formation Collosseum bekannt Formation Collosseum bekannt ist.

Koch ist jedenfalls ein glühender James-Blake und interessiert sich einfach für die „People“ um ihn Fan und interessiert sich einfach für die „People“ um ihn herum. Egal ob er sich gerade auf dem Land oder in der Stadt befindet. Wobei er mit „People“ beim herum. Egal ob er sich gerade auf dem Land oder in der Stadt befindet. Wobei er mit „People“ beim Komponieren tatsächlich eher die Ballungsgebiete im Kopf hatte.

„Manchmal sind einem die Menschen in der Stadt einfach zu viel, aber was für ein Vergnügen ist es doch, sind einem die Menschen in der Stadt einfach zu viel, aber was für ein Vergnügen ist es doch, in rauschenden Nächten gemeinsam die Summe der menschlichen Energie zu feiern“, so Koch.

Schöner kann man eine Party wirklich nicht beschreiben. Und welcher Stadtbewohner unternimmt am Sonntag nach der Party nicht gerne einen Waldspaziergang? Richard Koch wohnt heute fünf Gehminuten Sonntag nach der Party nicht gerne einen Waldspaziergang? Richard Koch wohnt heute fünf Gehminuten von einem Waldstück, in dem er durchatmen kann, entfernt. Er atmet die Waldluft für uns ein und durch die Trompete wieder aus und freut sich auf den nächsten Jazzclub-Gig mit seinem Quartett in der Stadt. Alles existiert bei Richard Koch in-, mit, mit- und durcheinander im unendlichen Raum der Musik. (Maurice Summen)

Ich bin sehr angetan von der Frische, vom Elan, von der Originalität … Es macht mir großen Spaß zuzuhören, und das passiert mir gar nicht mal so häufig. Kurzum: Klasse. (Bert Noglik)