Mo 22. Januar 2018
20:30

Gina Schwarz’ Pannonica Project feat. Camila Meza (A/CL/USA)

Gina Schwarz: bass
Camila Meza: guitar, vocals, composition
Lisa Hofmaninger: soprano saxophone, bass clarinet
Lorenz Raab: trumpet, fluegelhorn
Florian Sighartner: violin
Clemens Sainitzer: cello
Primus Sitter: guitar
Judith Schwarz: drums

Baroness Pannonica de Königswarter, eine Kämpferin, Mäzenin, Muse, Vertraute und innige Freundin vieler MusikerInnen wird oft liebevoll die Jazzbaroness genannt. Jazz verkörperte für sie Modernismus, Toleranz und das Gegenteil von Rassenwahn. Sie brach mit allen geltenden gesellschaftlichen Konventionen und setzte sich für Probleme benachteiligter, Schwarzer JazzmusikerInnen ein.

Unter dem Motto Starke Stimmen featured die aktuelle Porgy&Bess Stage Band mit dem Gina Schwarz "pannonica project" neben österreichischen JazzmusikerInnen auch Gäste aus verschiedenen Ländern.

Seit circa zehn Jahren mischt Gina Schwarz, die von ihrem unbändigen Spiel- und Kompositionsdrang gefolgte Ausnahme-Musikerin die Jazzszene auf. Mit einem warmen, herzhaften, voluminösen Ton, einem wendigen, filigranen, kernigen und druckvollen Spiel besticht sie durch ihre elastischen Walking Lines und druckvollen Ostinatos - einerseits im Kollektiv fein nuanciert - andererseits solistisch phantasiegetränkt und melodiös. Nach ihren erfolgreichen Projekten Woodclock, Jazzista, Airbass und Schwarzmarkt folgt eine weitere, spannende Herausforderung.

Mit ihrem "pannonica project" versucht die Bassistin, Komponistin und Bandleaderin eine generationen- und länderübergreifende Verbindung in der Jazzszene.

Starke Stimmen der heimischen Jazzszene bespielen ab Herbst die Bühne des Porgy&Bess. Je nach Programm wird die Band aus folgendem MusikerInnen-Pool zusammengestellt: Lorenz Raab tp, Lisa Hofmaninger ss, bcl, Alois Eberl tb, Florian Sighartner vl, Clemens Sainitzer vc, Primus Sitter guit, Judith Schwarz dr.

Special guest: Camila Meza
"Traces" heißt das neue, vierte Album von Camila Meza und bezaubert mit Schwerelosigkeit und Vielfarbigkeit auf einem in seiner Beweglichkeit absolut verlässlichen Fundament. Die chilenische Gitarristin Sängerin, Komponistin und Arrangeurin spannt den Bogen von Süd- nach Nordamerika in einem schillernden Pinselstrich. Bruchlos fließt ihre Musik und in ihr alles, was ihr gefällt: die leise Kraft starker Lieder, der Puls einer durchrockten Jugend, das Strahlen des klassischen Impressionismus, die Freiheit des Jazz.

Dies mühelos zu verbinden, setzt voraus, dass spieltechnischen Begrenztheiten keine Rolle zukommt und man einen Stil kreiert hat, in dem man sein Können bestmöglich einsetzt. Das ist bei Camila Mezahörbar der Fall. Sie lässt ihr mädchenhaftes Timbre ohne Druck und Vibrato in den für sie geeigneten Lagen glänzen und konterkartiert es mit dem dunkel abgetönten, wohlgerundeten Sound ihres Gitarrenspiels. Aus dem spricht ihre Bewunderung für Gitarrenhelden wie Wes Montgomery, Jim Hall, Pat Metheny und George Benson.

Seit sieben Jahren lebt die Camila Meza in New York und wird schon seit einiger Zeit als "Rising Star" gehandelt. Sie konzertiert in den angesagten Clubs wie dem Village Vanguard, dem Smalls Jazz Club und der Jazz Gallery. Und hat die Musiker ihrer famosen Band dort kennengelernt. (...) (www.br-klassik.de)