Do 1. Juni 2017
21:00

Shake Stew 'Grande Finale' (A)

Lukas Kranzelbinder: bass, leader
Mario Rom: trumpet
Johannes Schleiermacher: tenor saxophone
Clemens Salesny: alto saxophone
Manuel Mayr: bass
Niki Dolp, Herbert Pirker: drums, percussion

(...) Das Festival hatte schon mit Bemerkenswertem auf der großen Bühne begonnen: Bassist Lukas Kranzelbinder zeigte mit seinem Septett – unter anderem Trompeter Mario Rom und Saxofonist Clemens Salesny –, wie sich Komponiertes und Improvisiertes zu eleganter Einheit fusionieren lassen. Stimmungen wurden smart einer langsamen Metamorphose unterzogen, Solisten elegant in ein atmosphärisch dichtes Klangbild eingehüllt. Das konnte an eine Marching Band gemahnen und an freitonale Feste, wobei zwischendurch auch orientalische Skalenexkurse und bluesige Andeutungen farblich aufblitzten. Zwei Bässe, zwei Drummer, edles Bläsertrio. Es sorg te für eine ziemlich magische Eröffnungsstunde. Natürlich konnte nicht das gesamte von Kranzelbinder für die Uraufführung ersonnene Material zelebriert werden. In der kommenden Saison ist diese Band, Shake Stew, aber Stagecombo im Wiener Porgy & Bess. Es wird sie also regelmäßig – mit weiterem neuen Material – zu hören geben. (Ljubiša Tošic, 28.8.2016 über das Eröffnungskonzert des Jazzfestival Saalfelden)

WAS DIE PRESSE SAGT:
“Der Kontrabassist Lukas Kranzelbinder eröffnet das Klangbuffet der Neutöner mit der Band Shake Stew. Stil war gestern. Transformation und Genrevielfalt ist heute! Good Vibrations sind angesagt. Let them flow! Shake Stew klingt wie ein intergalaktisches Roadmovie für die Ohren.” (KURIER)

„Es sollte ein zu Recht umjubeltes Konzert werden. Der 28-Jährige schreibt grandiose Stücke, die die spannende Instrumentierung mit drei Bläsern, zwei Bässen und Drummern bestens zur Geltung bringt. Klug gesetzte Brüche schaffen Platz für inspirierte Soli. Großartig klingen die Saxophone von Clemens Salesny und Johannes Schleiermacher, und Mario Roms Trompete strahlt. Mit diesem Nachwuchs steht der österreichische Jazz auf gesunden Beinen.“ (OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN)

„Tatsächlich war auch heuer keine einzige Band stilrein. Angefangen mit Shake Stew, dem Septett des jungen österreichischen Bass-Senkrechtstarters Lukas Kranzelbinder - er eröffnete in anderer Formation im Juni bereits das Südtirol-Festival -, das zum Auftakt die traditionelle Auftragskomposition aufführen
durfte: Mit zwei Bässen und zwei Schlagzeugern inszenierte Kranzelbinder ein intelligentes Vexierspiel mit der Tradition, gerahmt von zwei wunderbaren Alpen-Gospel-Stücken.“ (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG)

„Shake Stew machte auch optisch einiges her: Zu jeder Seite einen Bass als Begrenzung gesetzt, drückten im Rückraum zwei Schlagzeuger ordentlich an und vermochte die dreiköpfige Bläsergruppe im Zentrum, die Melodien frei fließen zu lassen. Für einen Premiereneinsatz eindrucksvoll unaufgeregt, schaffte das Septett in dieser Manier einen perfekt gezeichneten Bogen.“ (TIROLER TAGESZEITUNG)

„Da wehen schamanische Klangschlieren, böllern kolossale Beat-Architekturen oder fahren energietrunkene Bläserstimmen Schlangenlinien - großes Klangkino.“ (WIENER ZEITUNG)

„Kranzelbinder hat jedenfalls ein gutes Händchen bewiesen, und er besitzt auch die Bühnenpranke, um weite Klangräume überzeugend zu bewirtschaften. Weder zu dicht noch zu luftig strukturiert, schöpft Shake Stew aus einem ausgewogenen, mitunter überraschenden Mix aus komponierter Musik und spontaner Ergänzung.“ (DREHPUNKKULTUR)