Di 27. Mai 2014
20:30

James Carter Organ Trio 'Django Unchained' (USA)

James Carter: reeds
Gerard Gibbs: hammond organ
Leonard King: drums

“I personally feel that the music of Django can still speak volumes, even 60 years after his passing! It’s true that in recent times (in part because of the commemoration of his centennial in 2010) that his music has been played by vast amounts of Hot Club-esque ensembles but with the cohesive power of the James Carter Organ Trio, Django comes to the ‘Hood in a very soulful, funky way’ that lifts the material from its traditional all-string rhythm guitar la pompe and allows the listener to hear Reinhardt from another angle with a new appreciation of what he brought to the jazz world on the other side of the Atlantic...” Since 2001, I’ve had the privilege of sharing the stage with numerous luminaries of the Gypsy Jazz genre
such as: Stochelo Rosenberg & his trio, Bireli Lagrene, Boulou & Elios Ferre(sons of Django’s guitar accompanist Matelo Ferre), Dorado, Samson & Tchavolo Schmitt and Django’s grandson David Reinhardt to name a few, so I know the tradition to say most certainly that the Organ Trio provides a ‘hood pass’ for Django but you can still hear and feel the tradition! (James Carter)

Der virtuose Saxophonist James Carter würdigte in seiner Karriere immer wieder große Vorbilder: In seinem Album „Conversing with the Elders“ interpretierte er Jazzstandards neu oder widmete wie in seiner Hommage an Billie Holiday, „Gardenias for Lady Day“, ganze Alben einem bestimmten Künstler. Mit „Chasin‘ the Gipsy“ (2000) erforschte der Jazzsaxophonist die Welt von Django Reinhardt, gab seinen Coverversionen jedoch mit Elementen aus Funk und R’n’B einen modernen Anstrich. In Erinnerung an den großen Gitarristen interpretiert er jetzt, 12 Jahre später, dieselben Stücke wieder, diesmal zusammen mit Djangos Enkel David Reinhardt. In dieser Begegnung wird der ursprüngliche Zigeunerjazz wohl wieder voll aufleben, da David die Musik innerhalb der Familie erlernte und teilweise in denselben Ensembles spielte wie sein berühmter Großvater. (arte über die CD "Chasin‘ the Gipsy")

James Carter ist ein musikalisches Kraftwerk und einer der meist­beacht­esten Saxo­phon­isten seiner Gener­ation. In den letzten 25 Jahren hat er viel Anerkennung für seinen Einsatz erhalten und merklich dazu beige­tragen, den Jazz in die Zukunft voranzutreiben. Seine von tiefem Wissen geprägte Musik respek­tiert die Jazztradition aufs Größte. Aufgrund seiner Liebe zum klassischen Jazz wurde Carter in den 90ern gerne auch in die Kate­gorie der "Young Jazz Lions" einge­ordnet. Aber anstatt sich dem Jazz-Neo-Konservatismus zu verschreiben, blieb er in Bewegung und erschloss mit einem spiel­tech­nischen Feuerwerk auf dem Saxophon neue Wege, Avant­garde mit der Tradition zu verbinden.
James Carter ist nun schon seit rund 15 Jahren eine der treibenden Kräfte der heutigen Jazzszene. Sein Spiel ist tief in afroamerikanischen Kultur des 20. Jahrhun­derts verwurzelt. Mit uner­schöpflichem Ideen­re­ichtum, fast schon beängsti­gender Energie und atem­ber­aubender Technik bewaffnet, gelingt es ihm die gesamte Tradition des Saxophons im Jazz zu verkörpern und sie durch seinen in die Zukunft gerichteten Blick zugleich ins 21. Jahrhundert zu verlängern. Deswegen kürte ihn das britische Magazin Hif-Fi UK nicht zu Unrecht schon zum “modernen Saxophon-Gott”. (Pressetext)

Eintritt: 28.- € Sitzplatz, 20.- € Stehplatz