Di 22. September 2020
18:00

Internationaler Tag der Roma

abgesagt !

Eintritt: frei. Um Anmeldung wird gebeten. Bitte Mail an info@voiceofdiversity.at senden.

Leider müssen wir die heutige Podiumsdiskussion absagen! Nachdem wir das
Programm in den letzten Wochen mehrfach adaptiert haben und einige der
geplanten Podiumsgäste ihre Teilnahme absagen mussten, haben wir heute Früh
eine weitere Absage aufgrund der Covid-19 Maßnahmen erhalten.

Wir bedauern die kurzfristige Absage wirklich sehr! Aber wir möchten das
geplante Thema gerne mit allen unseren spannenden Podiumsgästen diskutieren
und werden daher die Veranstaltung auf nächstes Jahr verschieben, wenn die
Zeiten hoffentlich wieder einfacher sind.

Wer Karten für heute Abend 20.30 Uhr hat - das Konzert mit Harri Stojka &
Moša Šišic bleibt natürlich aufrecht!

Liebe Grüße,
Valerie Stojka und Katrin Pröll

Der Wiener Verein Voice of Diversity hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Kunst- & Kultur-Veranstaltungen über die Volksgruppe der Roma zu informieren und aufzuklären. Roma sind mit an die 12 Millionen Angehörigen die größte Minderheit in Europa und waren Jahrhunderte lang ausgegrenzt und diskriminiert. Die Stellung der Roma in der Gesellschaft ist immer noch geprägt von Vorurteilen.

Anlässlich des Internationalen Tag der Roma organisiert Voice of Diversity eine international besetzte Podiumsdiskussion mit anschließendem Konzert von Harri Stojka & Roma Musik Ensemble. Der Internationale Tag der Roma wird jährlich am 8. April begangen – ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation der Roma aufmerksam gemacht werden soll. Zum einen wird an diesem Tag die Diskriminierung der Volksgruppe in den Blickpunkt gerückt, zum anderen wird die Roma Kultur gefeiert.

Podiumsdiskussion über Eigen- und Fremdzuschreibungen

In Österreich wie auch in Europa haben im Zuge einer Emanzipationsbewegung in den vergangenen 20 Jahren, Roma und Romnja den gesellschaftlichen Diskurs über ihre Volksgruppe in Frage gestellt und begonnen, ihre eigenen Narrative zu prägen. Zur Podiumsdiskussion sind Gäste eingeladen, die durch ihr kulturelles Wirken gängige Narrative transformieren und über das Verhältnis von Fremd- und Selbstzuschreibungen und deren Auswirkung auf Identität und Politik diskutieren:

Katharina Janoska, Schriftstellerin
Katharina Janoska, geboren in Eisenstadt ist Autorin, Verlegerin und seit 2015 ORF-Moderatorin des Minderheitenmagazins »Servus, Szia, Zdravo, Del tuha« und arbeitet als Redakteurin für Burgenland Heute. Ihr Buch »Literatur von und über Roma. Unterschiede und Gemeinsamkeiten« erschien 2015 in der edition lex liszt 12. Im Jahr 2018 wurde das Buch Der Rebstock für den Burgenländischen Buchpreis in der Kategorie Sachbuch nominiert.

Samuel Mágó, Schriftsteller
Samuel Mágó, geboren in Budapest, lebt und arbeitet als Schriftsteller, Journalist, Künstler und Menschenrechtsaktivist in Wien. Er stammt aus einer Roma-Familie mit mütterlicherseits jüdischen Wurzeln.

Simonida Selimovic, Schauspielerin
Simonida Selimovic, geboren in Serbien, ist Schauspielerin und Roma Aktivistin. Sie wirkte in zahlreichen Film- und Theaterproduktionen mit (u.a. Chiao Cherie von Nina Kusturica). 2010 gründete sie den feministischen Roma Theaterverein Romano Svato.

Moderation: Mirjam Karoly, Politikwissenschaftlerin, Wien
Mirjam Karoly arbeitet seit über 20 Jahren im Bereich Menschenrechte und zur Situation der Roma. Als Angehörige der Burgenland-Roma ist sie Mitglied des Österreichischen Volksgruppenbeirates und Vorstandsmitglied des Vereins Romano Centro, Wien, und des Europäischen Roma-Rechte-Zentrums in Budapest.