So 11. Juni 2017
21:00

Helbock / Raab (A) / Lena Kuchling 'We Don't Dance' (A)

Helbock / Raab
David Helbock: piano
Lorenz Raab: trumpet

Lena Kuchling 'We Don't Dance'
Lena Kuchling: Gesang, Komposition, Text
Georg Schrattenholzer: Posaune, Tenorhorn, Komposition
Georg Buxhofer: Bassgitarren
Hubert Bründlmayer: Schlaginstrumente

Helbock / Raab
Neben Eigenkomponiertem unterzogen der Trompeter Lorenz Raab und der Pianist David Helbock Stücke von Henry Purcell, Franz Schubert und Prince unorthodoxen Neudeutungen. "What's next? I don't know!" – Der Titel der 2014 erschienenen CD von Lorenz Raab und David Helbock ist Programm: Denn der in Wien lebende oberösterreichische Trompeter und der in Berlin sesshafte Vorarlberger Pianist folgen bei ihren Konzerten keiner festgelegten Dramaturgie. Die Wahl der Stücke erfolgt im Moment.

Und so überraschen der 42-jährige Trompeten-Virtuose und der 33-jährige Shootingstar unter den Pianisten ihre Zuhörerschaft wie auch sich selbst mit lyrischen Klangtableaus, in denen der Blechbläser seine melodischen Qualitäten voll ausspielen kann, wie auch mit Momenten hochenergetischer Dichte, in denen sich das Klavier in einen antriebsstarken Rhythmusmotor verwandelt. Unkalkulierbar und doch einer inneren Logik folgend. Sinnlich und abstrakt, virtuos und präzise. Improvisierte Duo-Musik am Punkt.

Lena Kuchling 'We Don't Dance'
Lena Kuchling, eine in St. Veit aufgewachsene Sängerin, Texterin und Komponistin.
Zart verwurzelt in einer nach allen musikalischen Himmelsrichtung offenen Singer/Songwriter Tradition einer Joni Mitchell mit gelegentlichen Griffen in die Genre-Schubladen von Jazz und Pop, versucht das 2015 gegründete Quartett simple Melodien, teils ausschweifende Arrangements und persönliche Texte in ihrem 2016 bei Session Work Records erscheinendem Debütalbum auf einen Nenner zu bringen. Die außergewöhnliche Besetzung mit Gesang, Posaune, Bassgitarre und Schlagzeug fordert die Musiker zur Grenzauslotung ihrer Instrumente heraus und verschuldet vielleicht schwer tanzbare, aber umso tiefwirksamere hör- und spürbare Musik, die sobald der Witterung eines Livekonzertes ausgesetzt, jeden Abend andere Facetten annehmen kann und soll.