Mi 19. April 2017
20:30

Houston Person Quartet feat. Dena DeRose (USA/A)

Houston Person: tenor saxophone
Dena DeRose: piano, vocals
Ignasi Gonzalez: bass
Mario Gonzi: drums

Der erfahrene Saxophonist Houston Person hat die gefühlvolle, satte Tenortradition von Gene Ammons immer am Leben erhalten, besonders im Zusammenspiel mit Organisten. Seit der Aufzeichnung seines ersten Albums „Underground Soul“ (Prestige Records, 1966,) als Leader, hat Houston nahezu 100 Alben mit den Prestige-, Westbound-, Mercury-, Savoy- und Muse-Labels veröffentlicht und mit Charles Brown, Ron Carter, Bill Charlap, Charles Earland, Lena Horne, Etta Jones, Lou Rawls, Janis Siegel, Horace Silver usw. zusammengearbeitet.

Die Pianistin, Sängerin und Pädagogin Dena DeRose begann mit drei Jahren Klavier zu spielen. Sie startete als Jazzpianistin in Upstate New York, bis gesundheitliche Probleme mit den Handgelenken sie dazu zwangen, vorübergehend mit dem Klavierspielen aufzuhören. In einer Zeit, in der ihr finanzielles Auskommen in Gefahr war, forderte sie bei einem Besuch eines Jazzclubs mit Freunden jemand auf, einen Song zu singen. Sie tat es, sie mochte es, und das Publikum ebenso. Ein paar Jahre später hatte sie sich genug erholt, um Klavier wieder in ihr Bühnenprogramm zu integrieren. Sie hatte erfahren dürfen, dass sie durch den Gesang auch mehr Lyrik und Phrasierung in ihr Klavierspiel einbringen konnte. Seitdem hat sie sich auch zu einer engagierten Musikpädagogin entwickelt. Zusätzlich zu ihrem eigenen Trio hat DeRose mit so großen Namen wie Randy Brecker, Houston Person, Ray Brown, Clark Terry, Marian McPartland, Benny Golson, John Scofield, Benny Green usw. gearbeitet .... (Pressetext)

Houston Person ist ein Musiker, den ich von etlichen Schallplatten kenne, den ich aber noch nie live gesehen bzw. gehört habe. Mit ein Grund des Engagements eines Musikers, der im englischen Pressetext als „Veteran-Saxophonist“ bezeichnet wird, was in der deutschen Fassung wohl in Ermangelung eines passenden Ausdrucks mit „erfahrener Saxophonist“ etwas holprig übersetzt wird. Der 82 Jährige startete seine musikalische Karriere als Soldat in Deutschland, wo er in der U.S. Air Force Band u.a. mit Don Ellis, Eddie Harris, Cedar Walton und Leo Wright spielte. Letzteren verschlug es dann bekanntlich für viele Jahre nach Wien, jene Stadt also, in der meines Wissens Houston am heutigen Abend debütiert – und das mit austriakischer Beteiligung! Welcome to the club! CH